Gel-Pinsel

Die verschiedenen Gel-Pinsel und ihre Anwendungsgebiete

Um richtig effektiv und optimal arbeiten zu können, sind natürlich professionelle Utensilien unerlässlich.

Egal, ob im privaten oder gewerblichen Bereich, auf hochwertige Materialien sollte man stets großen Wert legen. Zu einer idealen Ausstattung zählt unter anderem auch ein Sortiment an unterschiedlichen Gel-Pinseln. Es sind verschiedene Arten nötig, da auch verschiedene Gele zu verarbeiten sind, wie zum Beispiel ein Grundiergel, Aufbaugel, Versiegelungsgel, Farbgel, Frenchgel usw..

Auf den ersten Blick mögen die unterschiedlichen Pinsel vielleicht sogar noch sehr ähnlich aussehen, schaut man aber genauer hin, kann man viele Unterschiede im Detail feststellen. Es gibt verschiedene Kriterien, auf die man beim Kauf achten sollte. So kann man zum Beispiel wählen zwischen Kunsthaar oder Naturhaar, runder und flacher Form und natürlich zwischen den unterschiedlichsten Stärken.

Ein einziger Pinsel alleine könnte nicht allen Anforderungen gerecht werden, die an Modellieren von künstlichen Fingernägeln gestellt sind. Je nach Form und Stärke gibt es jeweils einen Pinsel, der für das passende Gel geeignet ist. Es kommt darauf an, ob man einen für großflächiges Auftragen von Gelen benötigt oder eher filigrane Arbeiten machen möchte. Hat man den richtigen Pinsel für die jeweilige Aufgabe gefunden, kann man beim Modellieren sehr viel Zeit, Nerven und Geld sparen.

Passenden Pinselstil finden

Große Unterschiede gibt es natürlich – ebenso wie in anderen Fällen – im Preis. Der teuerste Pinsel ist der mit den wertvollsten Pinselhaaren – den Haaren vom Schweif des Kolinsky-Rotmarders (lat. mustela sibirica = sibirisches Feuerwiesel). Diese exklusiven Haare werden schon seit ewigen Zeiten in der Aquarell- und Ölmalerei verwendet und nun auch beim Gelpinsel eingesetzt. Kolinsky-Haar ist einfach in seiner Qualität unübertroffen. Eine preiswertere Variante ist ein Pinsel mit synthetischem Haar. Ein sogenanntes Torray-Kunsthaar hat sich durch seine sehr guten Eigenschaften ebenfalls bewährt. Darüber hinaus gibt es jetzt ganz neu auf dem Markt Pinsel, die eine Spitze aus Kautschuk besitzen. Sie sind sehr günstig in Anschaffung. Zudem gehört das Verkleben von Pinselhaaren der Vergangenheit an.

Ganz wichtig ist auch beim Pinselkauf auf den Pinselstil zu achten. Dieser sollte ideal, also möglichst perfekt in der Hand liegen. Stile aus Acryl sind dabei vorteilhafter als die aus Holz, da sie sich einfach besser reinigen lassen. Bei der Arbeit an den Fingernägeln gilt es ja, stets höchste Hygiene einzuhalten.

Des Weiteren sollte man sich die Hülse, in der das Pinselhaar steckt, genau ansehen. Auch hier gibt es natürlich viele Unterschiede. Ist ein Pinsel besonders hochwertig, besitzt er eine nahtlose Zwinge aus einem vernickelten oder vergoldeten Messingrohr. Dagegen sind einfachere Pinsel an einer Löt- oder Falznaht an der Hülse zu erkennen. Sie besteht in den meisten Fällen aus Aluminium, Blech oder Nickel. Die Löt- oder Falznähte sind daher eher von Nachteil, da unter Umständen Wasser eindringen könnte. Durch ständige Feuchtigkeit kann der Stil aufquellen und die ganze Verbindung aus Stil, Zwinge und Haaren könnte sich auflösen.

Richtige Form und Größe wählen

Der größte Unterschied zwischen den Gel-Pinsel liegt aber in der Form. Die Auswahl ist sehr groß: Von rund bis flach, dick, dünn oder schräg ist für jede Art von Gel etwas Spezielles dabei. Die Größe des Pinsels wird meist mit den Zahlen von 0-10 angegeben, wobei die Größe 0 die kleinste und feinste Größe darstellt. Nach Nummern aufsteigend wird der Pinsel immer dicker. Standardmäßig sind die Größen 3 und 4 ideal für den Auftrag von Gel geeignet, und in manchen Fällen sogar für gewisse Nailart. Für das Auftragen großflächiger Fingernagel-Modellagen ist die Größe 6 optimal geeignet. Die Größe 10 findet überwiegend Verwendung beim Arbeiten mit Acryl-Pulver und Liquid.

Im eigenen Sortiment sollte man also unbedingt diverse Pinsel mit verschiedenen Spitzen haben. Jeden einzelnen Pinsel kann man zuvor einfach mal ausprobieren, denn jeder hat seine eigenen Vorlieben. Hinsichtlich der Form der Spitze kann man z.B. zwischen Katzenzunge, geraden, runden oder schrägen Spitzen wählen.

Damit man auch ganz lange Freude an seinen Pinseln hat, ist eine sehr gründliche Reinigung unerlässlich. Am Besten bekommt man Gelreste mit einem speziellen Pinselreiniger weg. Nur so bleibt ihr Pinsel auch lange schön!

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